Das Konzept des Ancillary Revenue stammt aus der Luftfahrtindustrie, wo Unternehmen in verschiedenen Phasen der Customer Journey komplementäre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Ryanair ist ein klassisches Beispiel: Bereits zum Zeitpunkt der Buchung bietet die Airline Dienstleistungen wie Versicherungen, Mietwagen, Boarding-Priorität oder Speisen- und Getränkemenüs an.
Einnahmen jenseits des Zimmers
Hotels konzentrieren sich beim Thema Umsatzsteigerung häufig auf Zimmerbuchungen, sollten dabei aber nicht all die “Extras” außer Acht lassen, die sich verkaufen lassen:
- Late Checkout
- Parkplatz
- Spa-Behandlungen
- Flughafentransfer
- Romantische Überraschungen
- Ausflüge
- In-House-Erlebnisse
Das sind typische Leistungen, die nicht verkauft werden, wenn der Gast nicht aktiv danach fragt.
Der strategische Moment zur Vermarktung
Dienstleistungen sollten in drei Phasen beworben werden:
- Während der Buchung — Im Buchungssystem des Hotels
- Bei der Ankunft / beim Check-in — An der Rezeption und in der Webapp
- Während des Aufenthalts — Per Push-Benachrichtigung, Pop-up und E-Mail
Das Hotelpersonal spielt eine entscheidende Rolle, aber Technologie kann Unterstützung leisten.
Die digitale Lösung
Das Erstellen eines Online-Shops für Zusatzleistungen über die Guest App löst eine zentrale Herausforderung: Der Check-in ist oft hektisch, und müde Gäste wollen so schnell wie möglich ihr Zimmer erreichen.
Digitale Tools ermöglichen es, diese Leistungen subtil und elegant zu präsentieren, sodass der Gast die Extras in seinem eigenen Tempo über die App entdecken und buchen kann.
Der Schlüssel liegt in der Harmonie zwischen Personal und Technologie: Der Rezeptionist informiert den Gast über die App, und der Gast wählt eigenständig aus, was er möchte — ganz ohne Druck.
Integrierte Zahlung
Gäste können ihre Käufe direkt in der App über integrierte Zahlungsanbieter wie Redsys oder Stripe abschließen, was direkte Einnahmen aus diesen ergänzenden Dienstleistungen ohne jegliche Reibungsverluste generiert.